Provozierte Polizei Ausschreitungen?

Offenbar wurden die Ausschreitungen am 02.06.2007 in Rostock von der Polizei provoziert. es gibt dazu ein Video hier und noch ein polnische Seite mit Fotos. Was da genau passiert ist nicht so genau klar. Aber offenbar wollte ein Zivilpolizist einen Demonstranten mit rohen Methoden festnehmen. Zuvor sieht die Szenerie friedlich aus. Man könnte jetzt natürlich im Sinner der Polizei darüber spekulieren, ob es einen Grund für eine Festnahme gab. Fakt ist aber, das die Pressemitteilung der Polizei diese Festnahme verschwieg. Der entscheidende Abschnitt sagt:

Am Stadthafen eskalierte die Lage. Aus dem „Schwarzen Block“ heraus griffen militante Autonome massiv Polizeibeamte in ihrem Dienstfahrzeug an. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt, die Beamten konnten sich dem Angriff entziehen, wurden dabei aber erheblich verletzt.

Also wenn ich das ganze mal neutral betrachte dann hätte die Polizei dies so kommunizieren müssen das bei einer Festnahme (o.ä.) es zu einer Eskalation kam. Da sie dies nicht schrieben war es entweder lediglich eine Provokation (und keine Festnahme) – oder sie wollten ihr Handeln verschleiern. Was nun aber heutzutage absolut aussichtslos ist. Bei 60.000 Demonstranten gibt es bestimmt 40.000 Fotoapparate und vielleicht 1000 Videogeräte. Das heisst nichts bleibt verborgen. Die Polizei mag ihre Daten aufzeichnen – Demonstrantinnen tun das auch.

Wie es also aussieht ist das alles wieder einmal nur eine große Inszenierung. Am 4.6. trug der Polizeisprecher z.B. zivil im Fernsehen und sprach dabei davor, das man extra hart durchgreifen würde zur Abschreckung. Ich empfinde solch eine Ankündigung ja bereits als eine Ankündigung eines Gesetzesbruches seitens der Polizei – weil sie sich dann ja quasi nicht an bestimmte Vorgaben hält, sondern stattdessen Willkür übt. Im übrigen wird die Rolle der Polizei, wie zu erwarten, kaum hinterfragt. Ich denke auch das dies Unrefflektiertheit der Medien die Grundlage der Willkür der Polizei seit dem 2. Juni bietet. Vielleicht muss man auch den Veranstaltern oder Indymedia etwas vorwerfen nicht bestimmte Vorkommnisse besser zu transportieren? Indymedia und Blogs haben ja nur eine begrenzte Reichweite. Bin jedenfalls gespannt ob diese Story noch weitere Kreise zieht.

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