Selbstrefflektion und Kooperation

Bei dem Versuch ausserhalb vertrauter Kreise Kooperationspartner zu suchen um die eigenen Ziele zu erreichen denke ich das es zwei gegensätzliche Aspekte gibt, die man berücksichtigen muss.

  1. Die Kontakte nutzen um seine eigenen Ziele zu hinterfragen.  Ich erlebe es immer wieder das Gruppen oder Einzelpersonen nach aussen gehen um andere (Gruppen) von Ihren Zielen zu überzeugen. Ich glaube nicht das das langfristig funktioniert. Insbesondere dann nicht wenn jede das macht. D.h. jede versucht die jeweils andere auf ihre Seite zu ziehen – keiner rückt von den Leitlinien und Leitbilder ab. Das ist Stillstand – das ist langweilig.
  2. Auf der anderen Seite droht dennoch ein Identitätsverlust. Man muss sich als Einzelperson und Gruppe trotz allem treu bleiben. Wenn man sich sonst in Zusammenhängen wiederfindet, die nicht die eigenen Überzeugungen wiederspiegeln und man für Sachen kämpft die einem egal sind oder im schlimmsten Falle gegen den Strich gehen so hat man ein Problem. Das ist aber durchaus ein weitverbreitetes Phänomen.

Ich denke wesentlich ist, das eine Kooperation aus dem eigenen Selbstbewusstsein und der eigenen Selbstrefflektion ergibt – aber im Hinblick darauf das man kooperieren will. Das kann z.b. auch heissen das man eigene Positionen verändert oder aufgibt um besser kooperieren zu können  – und weil man durch die Kooperation andere Ziele oder eine höheres Ziel besser erreicht. Grupen mit einem festgefügten Meinungsbild können nicht kooperieren – sie können um Mitglieder werben und gemeinsame Veranstaltungen durchführen, aber das ist dann mehr eine Koexistenz und Ressourcensharing.

Vor allem wichtig ist der ehrliche Umgang miteinander. Zu oft erlebe ich das Gruppen und Personen versuchen einander zu benutzen. Wenn Du die Ziele Deines Gegenübers weder verstehst nich gutheisst, dann kooperiere auch nicht mit ihm! Aber gleichzeitig solltest Du auch versuchen die Ziele zu verstehen und dessen und Deine Ziele hinterfragen. Oft wird versucht aus der Position der eigenen Stärke zu überzeugen – und dabei die eigenen Selbstzweifel weggelassen. Ich finde das eher unsympathisch und zweifelhaft. Mein Gegenüber soll Zweifel haben und auch Unsicherheit zeigen – nur dann kann ich ihn/sie ernst nehmen. Irgendwelche Führungsfiguren braucht man nicht. Und auch keine pädagogischen Belehrungen über richtige Sicht- und Verhaltensweisen.

Soweit erst mal wieder.

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