Das Erfolgsrezept der Linken?

Warum profitiert die Linke derzeit von der politischen Stimmung? Ich denke, weil Sie im Grunde als einzige Partei eine Alternative zur gängigen Alternativlosigkeit fordert. Dabei geht es nicht darum, ob ihre Vorschläge sinnvoll und richtig sind. Entscheidend ist eher, das alternativlose und vereinheitlichte Politikentwürfe langwelig sind. Bei der 1. Lesung zum Gesetz der Rentenanpassung heute im Bundestag konnte man sehr schön sehen, wie sämtliche Parteien sich primär auf die Gegenposition der Linken beziehen. Insofern ist Die Linke eine „Erfindung“ de Regierung und etablierten Parteien.Ausgegrenzte politische Positionen, die sich hier zu einer neuen Kraft verbünden. Insofern tun die gegnerischen Parteien am wesentlichsten zu ihrem Erhalt bei. Durch ihr Tun und Reden. Natürlich wird Die Linke nichts wirklich ändern. Dies liegt im System begründet. Ein primitives System wie die Demokratie ist eben nicht in der Lage komplexe Systeme wie unsere Welt zu steuern.

Lustig fand ich heute auch die Worte des Emnid-Chefs, der im Rahmen einer Umfrage zur Wichtigkeit des Glaubens in Deutschland beklagte, das es gesellschaftlich problematisch sei,  wenn in einer Gesellschaft jeder eine individuelle Meinung und Werte hätte. Stichwort „Atomisierung„. Positiv in dem Sinne wäre also, wenn die Leute weiterhin den christlichen Glauben als allein seligmachende Bezugsgröße sehen würden. Wir halten also fest: Für eine Demokratie ist der vermasste Mensch positiv und das Individuum, das sich nicht vermassen lässt, ein Problem. Dies ist das Gegenteil dessen, was uns die Demokratiepropaganda immer wieder vorgaukelt – nämlich das sie das Individuum schätzt und angeblich indivuelle Meinungsfindung begrüßt. In Wirklichkeit begrüßt man es eher das sich Individuen freiwillig durch Politik und Wirtschaft vermassen lassen. Nur der vermasste Mensch ist interessant, weil er manipulierbar ist. Sobald Leute individuell entscheiden und tatsächlich kritisch werden, werden sie zu gesellschaftlichen Außenseitern und minorisiert.  Wahlen werden heute durch geschickte Ansprache von Peergroups gewonnen, nicht durch Argumente. Das zentrale Problem der Demokratie: Entscheidungen werden über gesellschaftliche Mehrheiten geschafft. Das ist besser als eine Monarchie oder Diktatur, hat aber ihre Grenze. Denn ein Mehrheitsentscheid kann naturgemäß nicht alle Positionen berücksichtigen und ist somit eigentlich IMMER schlecht.

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2 Kommentare

  1. Hm, ich denke das Erfolgsrezept der LINKEn ist im Wesentlichen viel primitiver, sie bedienen die Hoffnungen von Arbeitslosen, prekär Beschäftigten und anderen „Abgehängten“ mit billigen Heilsversprechen.
    Insofern will die LINKE auch gar nichts ändern, außer vielleicht den Kapitalismus verbessern. Wie auch immer mensch sich das vorzustellen hat.

  2. „Insofern ist Die Linke eine “Erfindung” de Regierung und etablierten Parteien.Ausgegrenzte politische Positionen, die sich hier zu einer neuen Kraft verbünden. Insofern tun die gegnerischen Parteien am wesentlichsten zu ihrem Erhalt bei. Durch ihr Tun und Reden. Natürlich wird Die Linke nichts wirklich ändern. Dies liegt im System begründet. Ein primitives System wie die Demokratie ist eben nicht in der Lage komplexe Systeme wie unsere Welt zu steuern.“

    Sehr richtig!


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