Widerstand gegen derzeitige Politik vervielfachen!

Der neueste Witz nennt sich ELENA . Was sich die deutsche Politik erlaubt ist nicht mehr feierlich. Es werden wild irgendwelche Daten durchmengt – und am Ende steht der Gläserne Bürger mit Null Sicherheit – alles mögliche soll mit allem vernetzbar sein. Mit dieser Politik wird immer klarer, das diese Politik nichts anderes zum Ziel hat als die totale Unterdrückung des Individuums – die totale Kontrolle. Visionen von 1984 während die Deutschen sich im EM-Freudentaumel befinden. Man könnte sagen es gehört ihnen nicht besser – aber das wäre nur zynisch.

Daher kann es jetzt nur heissen den Widerstand auf allen Ebenen zu vervielfachen um alles zu tun Sand ins Getriebe zu streuen. Da die Politik über jede Argumentation und Widerspruch hinweggeht kann nur der absolute Stillstand die Maschinerie aufhalten. Widerstand auf jeder Ebene – sei es nun Arbeitnehmerpolitik mit mehr Lohnforderungen oder andere Direkten Aktionen. Wenn wir jetzt nicht handeln sind wir in wenigen Jahren total entmündigt.

Ich wünschte ich könnte sagen es gäbe ein paar gute Entwicklungen – aber abgesehen von der Weigerung des Bundesverfassungsgerichtes schon mitzuspielen sehe ich nur Willkür und Versuche mit allen Mitteln die einzelne Bürgerin immer weiter zu entrechten. We can put a stop!

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Boesner blockiert Betriebsratsbildung

Die Firma Boesner ist eine europaweit agierende Künstlerbedarf-Kette. In der Kölner Boesner-Filiale wollte eine Gruppe von Angestellten Anfang 2008 einen Betriebsrat gründen. Dies wurde jedoch seitens der Geschäftsleitung z.B. dadurch konterkariert in dem  zwei außerordentliche Betriebsversammlungen nach
Feierabend angesetzt wurden und mit Drohungen und anderen Manövern die Belegschaft unter Druck gesetzt wurde. Die massive Einflussnahme verfehlte ihre Wirkung nicht. Der aktive Teil der Belegschaft zog die Betriebsratswahl entnervt zurück, nachdem eine zunächst sicher scheinende Mehrheit abschmolz.

Nun wurde Samstagsarbeit eingeführt.  Zur Abdeckung des 6. Arbeitstages gibt es bislang keine Neueinstellungen oder Wochenendzuschläge. Vielmehr wird die Personaldecke an den einzelnen Tagen verkleinert, so dass z. B. an der Kasse fortan 4 Leute stehen, anstatt wie bisher 5. Der Arbeitsdruck, der zu Stoßzeiten schon erheblich ist, wird sich somit weiter steigern.

Am vergangenen Samstag fand ein gewerkschaftlicher Aktionstag vor mehreren Filialen der Künstlerbedarfkette Boesner statt. In Berlin wurde eine Kundgebung vor der Filiale in Berlin-Prenzlauer Berg von der FAU Berlin in Zusammenarbeit mit der IWW organisiert.

Am Samstag dem 7. Juni 2008 fanden zwichen 10 und 13 Uhr Protestaktionen von den Filalen der Künstlebedarfskette boesner in Köln, Frankfurt am Main, Berlin, Wien und Graz statt. Es ging um die Verhinderung einer Betriebsratswahl im Januar 2008 in Köln und die Einführung der
Samstagsarbeit am 7. Juni 2008 in der Kölner Filiale. Zwischen beiden Ereignissen besteht ein direkter Zusammenhang.

Es wurden Flugblätter an die Kundschaft verteilt, Redebeiträge gehalten, lautstark und sichtbar auf die Behinderung und Einschüchterung aktiver und kritischer ArbeiterInnen durch die Geschäftsleitung bei Boesner Köln hingewiesen. Nicht wenige Kundinnen und Kunden fühlten sich angesprochen
und solidarisierten sich mit den Protestierenden.

Aufgerufen hatten die Industrial Workers of the World (IWW) im deutschsprachigen Raum. Die IWW ist in der Kölner Filiale durch Mitglieder vertreten und hat die versuchte Betriebsratsgründung in Köln in
Zusammenarbeit mit der Belegschaft begleitet.

An diesen ersten Protesten nahmen Mitglieder der Industrial Workers of the World (IWW), der Freien ArbeiterInnen-Union (FAU) und der österreichischen Föderation der ArbeiterInnen-Syndikate (FAS) sowie aktive Mitglieder anderer Gewerkschaften teil.

Boesner-Holding: Expansion nach amerikanischem Vorbild

Die Boesner-Kette hat in Deutschland momentan ca. 24 Filialen. Nach unseren bisherigen Informationen gibt es lediglich in der Filiale Witten einen Betriebsrat. Warum ist das so? Über eine Holding versucht Boesner sein Business offenbar nach amerikanischen Vorbildern umzugestalten und weiter zu expandieren. So stoßen Pläne in der Belegschaft auf Ablehnung, nach dem Vorbild von Hamburger-Ketten und Baumärkten eine einheitliche Berufskleidung einzuführen, die aus selbstbewussten und individuell
gekleideten Angestellten zum Verwechseln ähnliche durchgestylte Service-Sklaven machen soll. Betriebsräte sind vermutlich unerwünscht, weil sie die ungehemmte Expansion und beliebige Umgestaltung der Boesner-Kette bremsen könnten.

Die Forderungen sind

  • Samstagsarbeit in Köln nur mit zusätzlichem Personal und Wochenendzuschlag oder gar nicht!
  • Anerkennung des Rechts auf eine unabhängige betriebliche Interessenvertretung und gewerkschaftliche Organisierung!

Hinweis: Die IWW Köln ist daran interessiert, Kontakt zu Beschäftigten aus
anderen boesner-Filialen zu bekommen.

Erfolgreiche Aktionen der Milchbauern

Die erfolgreichen Aktionen der Milchbauern zeigen: Wenn Betroffene sich zusammenschließen und gegen ein Kartell von Abnehmern angehen haben sie eine Chance das Blatt zu wenden. Lustig dabei ist ja, das das jahrelange Preiskartell der großen Ketten nie vom Kartellamt untersucht wurde – aber wenn die Bauern, die bisher nicht so gut organisiert waren, sich wehren,kommen sie sofort. Bin gespannt was dabei rauskommt. Wenn der Protest der Bauenals Kartellbildung erklärt würde, würde das Bundeskartellamt sich auch nur lächerlich machen.

Unter dem Strich haben die Bauern bisher nur versucht den Trend von höheren Produktions und Transportkosten im Verhältnis zu immer geringeren Einnahmen zu stoppen. Ich denke das sie durchaus mehr bewirken können. Die Frage ist, ob JETZT oder ein anderes mal. Im Moment kann man das ganze wohl eher als erfolgreichen Versuch werten – beim nächsten mal können sie dann auf gemachte Erfahrungen aufbauen. Da die Kosten weiter steigen werden und die Ketten weiter ihre Kosten senken wollen auf Kosten der schwächsten Glieder, sollte es auch klar sein, das es an dieser Stelle auch in Zukunft zu Konflikten kommen wird. An dieser Stelle meine Gratulation diesmal an die Bauern!