Nazistadt Dresden

In Dresden durften am 13. und 14. Februar 6000 Nazis unbehelligt durch die Dresdner Innenstadt ziehen. Eine herbe Niederlage für die Demokratie und ein Triumph für die Neonazis. Rechtsstaat, Demokratie und Nazis marschieren Hand in Hand – gemeinsam für das Vergessen darüber, was wirklich geschah und für eine Revision der Geschichte. Wie die Polizei angesichts dieses Ausmaß eine positive Bilanz ziehen kann, kann nur Kopfschütteln auslösen.

Nein, es ist Versagen auf ganzer Linie. Immerhin demonstrierten 12.500 Menschen GEGEN den Nazi-Aufmarsch. Allerdings konnten diese ihre Meinung den Nazis nicht persönlich entgegenwerfen, da der Staat mehr Sorge darum hatte, das die Nazis ihre Propaganda ungestört verbreiten konnte und auch Raum um Journalisten anzugreifen schuf. Über weite Strecken verteidigte die Polizei nicht die Anwohner gegen den rechten Mob, damit auch ja niemand auf die Idee käme den Nazis zu widersprechen.
Mein Respekt geht an diejenige, die gegen diesen Aufmarsch demonstriert haben und meine Verachtung an diejenigen, die meinen das es ein Erfolg sei, wenn 6000 Nazis ungestört durch Dresdens Innenstadt marschieren können. Ein Erfolg ist das allenfalls für die Nazis! Die dürfen sich dann wohl vor allem bei der neuen OB Helma Orosz bedanken, die die Straßen für die Nazis freigeräumt hat.

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Auch bei tagesschau.de.

Erschreckend dabei das in den Medien tatsächlich die Stoßrichtung der Nazis untermauert wird durch das Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe.

Auch bedenklich das Erfinden neuer Symbole – so als ob die Weisse Rose etwas gegen die Bombardierung Dresdens gehabt hätte.

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2 Kommentare

  1. Du faselst etwas von Demokratie und im gleichen Atemzug wird eine rechts stehende Bevölkerungsgruppe beschimpft. In einer Demokratie muss man mit unterschiedlichen Meinungen und Weltanschauungen umgehen können. Die einzigsten, die´s nicht können, sind kleine verkappte Faschisten und Kommunisten. Zu welchem Haufen Du zählst, weiß ich nicht.
    Nationalstolz und Trauer am 13. Februar hat nichts mit Nazi- sein zutun.

  2. Ich weiß nicht, ob die GehDenken-Demonstration wirklich den Zweck verfolgte, den Naziaufmarsch zu verhindern. Ich glaube eher, dass es darum ging, ein zahlenmäßiges Zeichen zu setzen. So lässt sich zumindest der Ablauf interpretieren. Wie auch immer, diesbezüglich kann man jedenfalls schon von einem Erfolg sprechen. Hätte sich die CDU nicht gegen die Demonstration gestellt, wären es wohl noch mehr geworden.

    Möglicherweise hätte der Naziaufmarsch nach diesem Vorbild verboten werden können:

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/755/403535/text/

    Und zum Schlesier hier… Nazisein hat nichts mit Trauer, geschweige denn Menschlichkeit zu tun. Schließlich gleichen die Demos vom Verhalten der Teilnehmer her eher einer Heldenverehrung, denn einer Trauerfeier. Von den völlig verdrehten Zahlen mal ganz abgesehen. Selbst Holocaustleugner David Irving geht von wenigen zehntausenden Opfern aus. Davon völlig abgesehen, würde ein selbsternannter Schlesier die Linie der Neonazis wirklich ernst nehmen, würde er auf der Stelle nach Polen ziehen.


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