Die gegen NATO sind…

Es findet derzeit wieder eine Mobilisierung statt gegen 60 Jahre NATO und den NATO-Gipfel am 3. und 4. April.

ich befürchte, das man sich da genau so auf einen Standort fixiert wie damals bei No-G8. Dabei gibt es genügend Standorte der NATO an denen man mit unterschiedlichsten Aktionen aktiv werden könnte. Ich denke diese Zusammenballungen erleichtern Repressionen eher, als das sie sie erschweren. Es wurde ja schon beschlossen das für die Zeit des Gipfels die Grenzkontrollen wieder eingeführt werden zwischen Deutschland und Frankreich.

Die Organisatoren scheinen eher die Strategie zu fahren, das man mit kritischen Massen mehr erreicht. Ich glaube das ist nur scheinbar so. Insbesondere würde ich kritisieren, das eine große Menge Leute herangekarrt wird, die in einer Region fremd sind – man macht im Grunde eine Parallelveranstaltung auf mit einer Gegen-Agenda und bewegt sich dann im Grunde nur entlang des Widerstandes zu der einen Veranstaltung. danach lösen sich die Camps auf, zwar sind alle um einige Erfahrungen reicher – die Frage ist aber wieviel davon tatsächlich vor ort umsetzbar sein wird.

Ich glaube nicht daran, das der Eventchakrakter solcher Großdemos ein entsprechendes Gegengewicht an NUTZEN hat. Solche Mobilisierung binden unheimlich viel Ressourcen und Aufmerksamkeit. Alles spitzt sich darauf zu. Es muss dann dazu kommen, das vor Ort alles zum Zwecke der Mobilisierung passiert und Aktionen, die nicht der Mobilisierung nützen müssen zurückgefahren werden. Geld das für No-NATO gespendet wird, kann kein zweites mal ausgegeben werden.

Ich war vor No-G8 skeptisch und denke auch nicht, das es erfolgreich war – die Veranstalter blieben auf einer Menge Schulden sitzen, die hoffentlich inzwischen abgetragen sind. Bedenklich finde ich vor allem, wenn es hinterher unmöglich ist das Event als solches zu kritisieren, sondern nur konkrete Kritik an der Organisation zugelassen wird. Sicher bereichert die Teilnahme auch die eigene Erfahrung. Aber so manche Erfahrung kann auch Leute jahrelang traumatisieren und somit auch unfähig für Widerstand machen. Manchmal ist es nötig den direkten Widerstand, die direkte Auseinandersetzung zu suchen. Allerdings sind Gipfel dann eher Anlässe, die vn Staatschefs definiert werden – und im Grunde gibt es dort keinen sinnvollen Widerstand – die Mobilisierung suggeriert aber oftmals, das es darum ginge etwas real zu verhindern.

Ermutigend finde ich dagegen das, was in Freiburg passiert:

Siehe auch Artikel hier.

Ich will auch dieses mal versuchen die Berichte und Entwicklungen zu NoNATO zu dokumentieren, wie ich es auch bei No-G8 gemacht habe.

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