Schon wieder Killerspiele

Nun hat sich da sogar eine Initiative gebildet. Kritisiert wird da:

„Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten ‚Spiele‘ sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität.“

Wieso aber:

  • werden nicht Schützenvereine kritisiert, die Jugendliche früh an echte Waffen heranführen?
  • wird nicht die Bundeswehr kritisiert, die Jugendliche früh (ab 16/17) für den Dienst an der Waffen anzuwerben beginnt – für REALE Kriege, REALES Morden?
  • wird also VIRTUELLER Umgang mit Waffen und VIRTUELLES Töten als schädlicher angesehen, als REALER Umgang mit Waffen und REALES Töten an lebenden Menschen?

Weil Töten im Namen der Demokratie per Defintion ein humanitärer Akt ist? Come on.

Damit will ich nicht sagen Kinder sollten an Computer herangeführt werden. M.E. sollten Kinder frühestens ab 11 mit Computern in Konkakt gebracht werden und auch nicht zu ihrem Gebrauch ermuntert. Computer können ein wunderbares Werkzeug sein – und ich denke auch das der spielerische Umgang damit auch Lernpotential hat. Sicher sind Computerspiele zu kriegerisch. Aber sie sind wie unsere Filme und wie unsere Sprache und Armeen eben Abbild unserer Gesellschaft. Die Kritik, die da geäußert wird ist also wie das Beschimpfen eines Spiegelbildes, während die wahren Ursachen unkritisiert und ungenannt bleiben. Diese moderne Hexenjagd und Verteufelung ist absonderlich.

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Virtueller Graffiti mit GIMP

Mit GIMP kann man digitale Graffitis machen:

  1. Einen Wandausschnitt besorgen
  2. Einen Stencil-Font besorgen
  3. Über die Wand etwas schreiben mit dem Stencil-Font
  4. Den Ebenen-Dialog aufmachen. Ihr habt jetzt zwei Ebenen
  5. Auswahl nach Farbe und einen Buchstaben klicken. Alle Buchstaben sind jetzt ausgewählt.
  6. Die Deckkraft der Schrift-Ebene auf null drehen.
  7. Auf die hintere (Wand) Ebene wechseln
  8. Die Buchstaben sind jetzt nur in Umrissen zu erkennen.
  9. Jetzt fröhlich ausfüllen z.B. mit dem Sprühwerkzeug.

Wenn ihr die Auswahl umkehrt malt ihr stattdessen alles aus, was NICHT Buchstabe ist. Da kann man immer vor und zurückspringen. Man kann so ja auch die Umrisse bemalen und dann sieht man auch den Text.

TIP: Das dann am besten als XCF abspeichern – das ist GIMPS Originalformat. Dann könnt ihr auch nachträglich noch was ändern und hinzufügen und habe weiterhin alle Ebenen. Zum Exportieren empfehle ich dann z.B. PNG. Da werden dann aber alle Ebenen vereint. Nach dem Abspeichern könnt ihr das Bild noch mal in GIMP laden um zu sehen wie es wirklich aussieht (ohne die ganzen Ebenen).

Mit der Anleitung oben kann man also sozusagen alles mögliche machen. Neben Text kann man so natürlich auch andere Formen irgendwo drüberlegen und dann durchsprayen (oder whatever…)

Her mit dem Linux!

Es ist frustrierend, wenn man sich die letzten Jahre betrachtet und feststellt, da sowohl bei Anarchisten aber auch in anderen alternativen Szenen doch kaum etwas Richtung Linux und anderen freien Betriebssystemen bewegt hat. Stattdessen kaufen sich die Leute leistungsfähige Rechner oder Spielzeug von Apple und nutzt schön die Software von Datenkraken wie Microsoft oder AOL. Deswegen möchte ich hier einen Aufruf starten an diesem Status endlich mal etwas zu ändern! Wenn ihr wirklich frei sein wollt, so kann solltet ihr mal bei eurem Desktop anfangen!

Warum Linux?

(Einige Argumente und weiterführende Links findet ihr auch auf Anarchopedia:Linux .)

Wenn ihr Windows oder MacOs benutzt dann nutzt ihr Software die unfrei ist. Das heisst niemand weiss was darin vorgeht, zudem nutzt ihr die Software entweder nach Maßgabe dieser Konzerne oder ihr mißachtet die Lizenz und begebt euch damit in einen Graubereich. Schlimmer als das ist aber, das ihr nicht die große Bewegung der Freien Software unterstützt durch eure Ignoranz. Eine Unterstützung ist es bereits wenn ihr Freie Software wie Linux benutzt. Aber es reicht nicht aus, wenn ihr nur unter Windows Firefox & Thunderbird nutzt. Im Kern nutzt ihr dann immer noch unfreie Software, die nicht eurer oder unserer Kontrolle unterliegt. Ihr missachtet damit ohne Not die Grundprinzipien, die euch eigentlich wichtlig sein sollten. Oder kauft ihr bei gleichen Preisen lieber im Supermarkt als in einer Kooperative? Also! Begebt euch nicht in die Abhängigkeit und all den Kompromissen, die mit der Nutzung der sog. proprietären Betriebssysteme verbunden ist. Wenn ihr Linux nutzt könnt ihr z.B. auch euren Beitrag leisten in dem ihr andere davon überzeugt auch umzusteigen, z.B. einfach dadurch das ihr zeigt was alles geht mit Linux. Viele Leute halten Linux für etwas nur für Computerfreaks. Das ist aber schon lange nicht mehr so. Sicher kann man dort auch Probleme bekommen. Allerdings ist es so, das es meist für jedes Problem irgendeine Lösung gibt, während euch bei Windows XP nur dioe Möglichkeit gibt Datenverluste zu akzeptieren. Betriebssysteme wie Windows berauben euch täglich eurer fundamentalen Rechte als Computernutzer. Und selbst wenn ihr eine Raubkopie benutzt und diese weitergebt fördert ihr damit die Verbreitung von Windows im Sinne von Microsoft! D.h. ihr macht auf diese Art Marketing für einen schlimmen Megakapitalisten. Wer so etwas tut braucht gar nicht erst anzufangen über Revolutionen nachzudenken. Die Revolution beginnt auf Deinem Desktop! Bemühe Dich Deine politische Arbeit auch mit Freier Software zu erledigen statt mit gekaufter oder kopierter Software. Du weisst auch nie, welche Daten über Deine Computernutzung weitergegeben werden an irgendwelche Konzernzentralen. Sicher geschieht dies zumeist anonymisiert, aber warum hilfst Du Micrososoft ein Profil der Bevölkerung zu erstellen. Bist Du gegen Volkszählungen? Also was tust Du da jetzt bitte freiwillig? Die erfassten Daten sind da weit umfangreicher. Und denke bloß nicht alles wäre cool, wenn man Cookies abschaltet (die sind zwar auch scheisse, aber die sind handhabbar)

Warum schaltet ihr euer Hirn aus, wenn es um Computer geht? Früher war die Ignoranzbei Linken das man Computer gar nicht braucht – und heute nutzt man die Monopolsoftware. Die ganzen Argumente für Freie Software haben sowohl davor als danach nur wenig gefruchtet. Vielleicht liegt es auch an manchen Linux-Freaks, die wenig in der Lage waren manchmal komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären. Aber dennoch: Als kritische Menschen solltet ihr selber euer Handeln hinterfragen und auch das, was ihr einsetzt.

Anargeeks und Linux

Ich möchte auch gerne demnächst ein BarCamp von Anarchisten (die sich auch Anargeeks nennen) initieren – auf dem natürlich sowohl Linuxer als auch anarchistische Computerlaien willkommen sind. Dieses BarCamp soll folgendes beinhalten:

  • Leute können ihre Computer anschleppen und da kommt Linux drauf (Install-Party)
  • Wir informieren uns gegenseitig über Linux-Themen und Randbereiche (Softwarepatente, Trusted Computing/DRM, …)
  • Es wird diskutiert, wie man Freie Software gerade in der Szene weiter verbreiten kann.
  • Es sollen Beziehungen aufgebaut werden, die an solchen Themen arbeiten, bzw. Ansprechpartnerinnen bekannt gemacht werden.

Im Moment würde ich so ein Event hier in Kiel planen. Wünsche mir viel Feedback! Vinci.

Freiheit erzwingen oder Freiheiten zulassen?

In der Freien-Software-Welt (synonym wird auch oft OSS oder FLOSS gesagt) gibt es einen Streit, den ich ganz interessant finde auch für Anarchistinnen: Freie Software ist nicht gleich Freier Software! Es gibt da zwei Lager die sich im Groben aufsplitten in ein BSD-Lager und in ein „Copyleft„-Lager. Gemeinsam ist beiden Lagern das sie dafür sind Software quelloffen zu entwickeln. Das BSD-Lager besteht aus Befürwortern von Freien Lizenzen, die es ermöglichen das jede alles nutzt, inklusive dessen das sie nicht aufgefordert wird seine Ergänzungen und Änderungen selbst wieder unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen. D.h. sie hat die Freiheit aus freiem Material unfreies Material zu machen. Auf der anderen Seite steht das Copyleft-Lager, das sich für die Sicherung der Freiheit ausspricht, in dem es mit Copyleft-Lizenzen (wie die GPL) von anderen verlangt, das sie ihre Bearbeitungen unter gleichen Bedingungen weitergeben. Die schließt ein, das es möglich ist diese Bedingungen diese Bedingungen rechtlich durchzusetzen. Eine Website, die sich z.B. um Regelverletzungen kümmert ist gpl-violations.org.

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